Ehrenamt überrascht: HSV sagt Danke an Andreas Siedentopf

Vom Spieler zum unverzichtbaren Ehrenamtlichen

Eine besondere Überraschung gab es in der Halbzeitpause des Pokalspiels der 1. Herren des Hankensbütteler Sportvereins gegen USI Lupo Martini Wolfsburg: Im Rahmen der Aktion „Ehrenamt überrascht“ wurde Andreas „Antek“ Siedentopf für sein langjähriges und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement beim HSV geehrt.

Die Aktion „Ehrenamt überrascht“ des Landessportbundes Niedersachsen und des Kreissportbundes Gifhorn bietet Vereinen die Möglichkeit, engagierten Menschen einmal ganz bewusst „Danke“ zu sagen. Beim HSV übernahm Vereinsvorsitzender Henning Jacob die Laudatio. Unterstützt wurde die Überraschung von Birte Kallweit vom KSB Gifhorn, die ebenfalls vor Ort war.

Mit einem Augenzwinkern leitete Henning Jacob die Ehrung ein: „Normalerweise gibt es in der Halbzeit nur drei wichtige Dinge: kurz durchatmen, ein leckeres Bierchen oder eine Cola holen, und sich fragen, warum die Tore gefallen oder auch nicht gefallen sind. Aber heute haben wir noch einen vierten Punkt auf dem Programm.“

Dann wurde es persönlich: „Unser lieber Andreas Siedentopf. Antek, komm bitte zu uns!“

Andreas Siedentopf ist dem Hankensbütteler Fußball seit Jahrzehnten eng verbunden. Seine eigene Fußballgeschichte beim HSV begann bereits in der Jugend. In der A-Jugend wurde er 1984 Kreismeister.

Nach einer kurzen fußballerischen Pause – wie Henning Jacob mit einem Schmunzeln anmerkte, waren damals „die Mädels, besonders ein Mädel“, für kurze Zeit wichtiger als der Fußball – kehrte Antek glücklicherweise zum HSV zurück. Und das mit Erfolg: Er gehörte zur Mannschaft, die 1989 Meister der Bezirksklasse wurde und damit den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.

Doch auch nach dem Ende seiner aktiven Spielerzeit ließ ihn der Fußball nicht los. Der Wechsel in den Vorstand der Fußballabteilung war letztlich nur konsequent. Etwa ab 2003 war Andreas als Spielbetriebsleiter tätig, seit 2005 ist er Hauptkassierer der Fußballabteilung.

Zwei Aufgaben, die im Vereinsalltag jede Menge Arbeit mit sich bringen. Als Spielbetriebsleiter gilt es, Spiele zu organisieren, zu verlegen oder neu anzusetzen. Als Hauptkassierer laufen die finanziellen Fäden der Fußballabteilung zusammen. Beides sind Aufgaben, die viel Zeit, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein erfordern – und bei denen man selten einfach einen Haken hinter die Arbeit setzen kann.

Genau das zeichnet Andreas Siedentopf aus: Er muss nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr erledigt er seine Aufgaben zuverlässig, gewissenhaft und mit großem Einsatz. Wenn etwas zu tun ist, packt er an, ohne großes Aufheben darum zu machen.

„Ein Ehrenamt im Sportverein bedeutet nicht nur, dass man ein Amt hat. Es bedeutet vor allem, dass man Verantwortung übernimmt, Zeit investiert und manchmal Dinge erledigt, die eigentlich gar keiner machen möchte“, betonte Henning Jacob.

Menschen wie Andreas sind es, die einen Sportverein am Laufen halten. Sie sorgen dafür, dass der Spielbetrieb funktioniert, dass die Finanzen stimmen und dass hinter den Kulissen viele Dinge ihren geregelten Gang gehen.

Deshalb wurde in der Halbzeitpause einmal bewusst nicht über Tabellenplätze, Tore oder Punkte gesprochen.

„Danke für deine vielen Stunden für unseren HSV. Danke für dein Engagement. Danke für deine Verlässlichkeit. Und vor allem danke dafür, dass du über so viele Jahre nicht nur zugeschaut hast, sondern mitgemacht und Verantwortung übernommen hast“.

Als Zeichen der Anerkennung erhielt Andreas eine Urkunde zum Vereinshelden, eine Überraschungstüte u.a. mit Gutscheinen und eine Flasche Wein.

Und natürlich durfte zum Abschluss ein Fußballvergleich nicht fehlen: „So einen Andreas kann man nicht einfach auswechseln. Den muss man behalten!“

Unter großem Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer sowie der HSV-Familie wurde Andreas für sein langjähriges Engagement gedankt.

Lieber Antek, der Hankensbütteler Sportverein sagt: Vielen, vielen Dank für deinen Einsatz, deine Zeit, deine Verlässlichkeit und dein Engagement über so viele Jahre!

Die Überraschung war damit zugleich eine Würdigung all der Stunden, die Andreas dem HSV geschenkt hat – auf dem Platz, im Vorstand und vor allem hinter den Kulissen.

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